„Unsere Träume können wir erst dann verwirklichen,
wenn wir uns entschließen, einmal daraus zu erwachen.“

Wer kennt es nicht? Man hält sich strikt an alle Regeln, macht regelmässig Sport und trotzdem zeigt die Waage immer das gleiche Gewicht an. Frustrierend!

In diesem Beitrag möchte ich euch 10 Lebensmittel vorstellen die meiner Erfahrung nach häufig als kalorienarm erachtet werden, jedoch wahre Dickmacher sind. Fangen wir an:

1. Fertig-Müsli. Zum Frühstück starten viele mit einer ordentlichen Portion Müsli. Gar kein schlechter Gedanke, doch ist Müsli weit weg davon kalorienarm zu sein. Getreideprodukte sind von Natur aus bereits kohlenhydratreich und liefer daher eine Menge an Kohlenhydrate. Wer jetzt auch noch im Discounter zur Fertigmischung greift, der schaufelt sich am Morgen eine gehörige Portion an Kalorien rein. Fertig-Müslis aus dem Discounter enthalten oftmals verlockende Aufschriften wie zum Beispiel „Ohne Zusatz von Aromen“ , „Reich an hochwertigen Ballaststoffen“ oder „Mit Eisen und Magnesium“. Das mag auch richtig sein, da meist Vollkorngetreideflocken und Früchte enthalten sind. Doch diese Fertig-Müslis sind ebenfalls mit einer nicht zu vernachlässigenden Portion Zucker versehen. Die enthaltenen Früchte sind gezuckert worden. Gezuckerte Weizenflakes und/oder Cornflakes sind meist ebenfalls hinzugegeben. So liefern gerade einmal 100 Gramm dieser Fertig-Müslis ganze 350-400 Kalorien!!! Nur zum Verständnis, die meiste Packungen kommen in 500 Gramm oder größeren Verpackungseinheiten daher. Schnell landen da mal 150-200 Gramm in der Schüssel. Solch eine Portion lässt eure Kalorienbilanz bereits am Morgen explodieren.

2. Saft. „Fruchtsäfte sind reich an Vitaminen und gesund. Von daher trinke ich jetzt jeden Tag eine Flasche/Karton.“ Das ist exakt die Antwort, die ich erhalten habe, als ich einen meiner Kunden danach fragte, was er generell trinken würde. Dieses Gespräch hatte den Hintergrund in Erfahrung zu bringen warum es mit dem Gewichtsverlust stagniert. Nun ja, mit dieser Antwort waren wir dem Grund erheblich näher gekommen. Selbstverständlich ist es nicht ungesund 100% Direktsaft zu trinken. Allerdings liefern 100 ml bereits ca. 50 Kalorien. Ein handelsübliches Glas fasst meistens 200 ml. Das bedeutet das ihr euch mit jedem Glas Saft rund 100 Kalorien genehmigt. Das ist heftig! Da die meisten Saftflaschen oder Saftkartons in 1 Liter Einheiten zu erwerben sind, hat sich mein Kunde also pro Tag ca. 500 Kalorien nur mit dem trinken von Saft eingetrichtert. Im nachhinein hatte er sich geärgert, da ein Blick auf die Nährwertangabe gereicht hätte um das selbst herauszufinden, doch geht man automatisch davon aus, das gesund gleichzeitig auch kalorienarm bedeutet. Im Falle von Saft ist das jedoch ein Trugschluss. Da in einige Säfte keine Direktsäfte sind, sondern noch mit extra Zucker versehen wurde mein Tipp an euch: Presst euch lieber frische Früchte aus und gebt den Saft in stilles oder Mineralwasser. Dadurch spart ihr euch eine Menge an Kalorien ohne auf den Geschmack von Saft verzichten zu müssen.

3. Light Produkte. Light-Produkte versprechen ein schlemmen ohne schlechtes Gewissen. Immer wieder entdecke ich das eigentlich verbotene Gelüste mit diesen Light-Produkten kompensiert werden. Knabbereien wie Chipse, Flipse, Schokolade und Co. Milchprodukte wie Käse, Joghurt oder Butter. Oder aber Getränke wie Cola, Fanta usw. Die Produktpalette der Light-Produkte zieht sich mittlerweile durch jede Lebenmittelkategorie. Meist gekennzeichnet durch hellblaue Etiketten landen sie massenweise im Einkaufswagen. Doch Vorsicht! In der EU Verordnung lassen Begriffe wie „light“ oder „balance“ einiges an Spielraum offen. So besagt die Verordnung das ein Produkt diese Bezeichnung erhalten darf, wenn ein Nährstoff um 30% reduziert wurde. Dies bedeutet das ein Joghurt mit 30% weniger Fett zwar als „Light“ Produkt beworben werden dürfte, doch das diese Einsparung mit einem doppelten Gehalt an Zucker ausgeglichen wurde, spielt dabei keine Rolle.

So kommt es vor, das vermeintlich energieärmere Light Produkte, am Ende einen höheren Energiegehalt aufweisen, als die herkömmlichen Produkte. Aus diesem Grund solltet ihr immer genau hinschauen, ob das vermeintliche Light Produkt auch wirklich in euren Ernährungsplan passt.

4. Fruchtjoghurt. Ich wette man kann kaum einen Kühlschrank öffnen ohne darin mindestens einen Fruchtjoghurt zu entdecken. Die Regale im Supermarkt locken mit einem riesigen Sortiment an unterschiedlichen Sorten. Auch hier wird mit schön klingenden Werbeaussagen gelockt wie zum Beispiel: "aus tagesfrischer Milch ohne Gentechnik, ohne Konservierungsstoffe ohne Gelatine, mit feinen Früchten." Doch so schön diese Werbeaussagen auch klingen mögen, sind diese kleinen Becher wahre Kalorienbomben! Ein handelsüblicher Fruchtjoghurt aus einem bekannten Discounter weist folgende Nährwertngaben auf:

Nährwerte pro 100 g Energie:

Kalorien: 95 Kcal

Fett: 2,7 g - davon gesättigte Fettsäuren: 1,9 g

Kohlenhydrate: 13,5 g - davon Zucker: 13,2 g

Eiweiß: 3,1 g

Der Becher beinhaltet 250 Gramm. Das bedeutet wenn man diesen Becher aufgegessen hat, ist man um 237,5 Kcal reicher. Und jeder von uns weiß was ein Joghurt Becher für ein kurzes Vergnügen ist. Und wenn man mal bedenkt das ein Würfelzucker rund 3 Gramm wiegt, dann wird schnell ersichtlich das dieser Joghurt Becher gleichbedeutend ist, als würde man 11 Würfel Zucker lutschen.

5. Öl. Öle finden nahezu in jedem Gericht Anwendung. Ob zum braten, verfeinern oder backen. Öle mischen meist mit. Grundsätzlich ist das auch genau richtig. Denn sie liefern wichtige Fette, um genau zu sein, einfach ungesättigte Fettsäuren und mehrfach ungesättigte Fettsäuren.

Mehrfach ungesättigte Fette unterteilen sich in Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren.Der Unterschied liegt in ihren chemischen Verbindungen. Die Omega-3 Fettsäuren zeigen verschiedene vorbeugende Wirkungen auf unseren Organismus. Wie zum Beispiel:

  • Senkung von Bluthochdruck
  • Senkung von erhöhten Cholesterinspiegeln
  • Schutz vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Schutz vor Gefäßverkalkung
  • Hemmung von Entzündungsreaktionen

Die Omega-6 Fettsäuren hingegen bilden im Organismus Botenstoffe, die:

  • Wundheilung fördern
  • Wachstum fördern
  • oder die Infektionsabwehr unterstützen

Aus diesem Grund ist es mehr als förderlich diese Öle auf dem täglichen Speiseplan zu haben. Doch Vorsicht! Es ist fundamental wichtig die zugeführte Menge zu kontrollieren. Denn 100 gr. Olivenöl beispielsweise, liefert unglaubliche 885 Kalorien!

1 Esslöffel Öl (ca. 10 Gramm) beschert euch dementsprechend 88,5 Kalorien. Sollte man großzügig aus der Flasche schütten, landen mal gerne 2-4 Esslöffel in der Pfanne oder im Salat. Also, unbedingt auf die zugeführte Menge achten!


Hättet ihr das gedacht? Regelmässig ernte ich ungläubige Blicke, wenn ich meine Kunden auf diese Fehlerquellen hinweise. Vermeintlich gesunde Produkte, die fälschlicherweise mit kalorienarm gleichgesetzt werden. Ich würde euch bei diesen Lebensmitteln nie einen Verzicht empfehlen, jedoch dringend raten nach kalorienärmeren Alternativen Ausschau zu halten und die zugeführte Menge zu kontrollieren. Ich hoffe, ihr konntet ein paar hilfreiche Erkenntnisse mitnehmen. Wenn euch der Artikel geholfen hat, dann würde es mich freuen, wenn ihr ihn teilen würdet. Es gibt sicherlich noch mehr hoffnungsvolle Menschen, die mit diesen Lebensmitteln ihren Gewichtsverlust sabotieren. Solltet ihr weitere heimliche Dickmacher im Repertoire haben, so schreibt es in die Kommentare.

Ich wünsche euch viel Erfolg und bis zum nächsten Mal.

Christian Henrich

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